Digital Measurement Erreichen Sie außergewöhnliche Ergebnisse in Vermessung, Baufeldabsteckung und Fertigungskontrolle!
Vermessung auf Basis von Planungsdaten: Erleben Sie kompromisslose Präzision für Ihre Projekte – der Schlüssel zu erstklassigen Ergebnissen!
Beschreibung
Der Leica iCON iCS20 ist ein hochautomatisiertes Mess- und Abstecksystem, das speziell für die Anforderungen im industriellen Anlagenbau entwickelt wurde. Das System ermöglicht die millimetergenaue Übertragung von digitalen CAD-Planungsdaten direkt auf die reale Baustelle. Durch die lasergestützte Zielverfolgung und automatische Selbstnivellierung werden hochpräzise Messpunkte erfasst, die zur Kontrolle von Bauteilen oder zur präzisen Positionierung von Anlagenkomponenten dienen. Ein wesentlicher Funktionsvorteil ist die Integration von digitalen Messprotokollen, die einen sofortigen Abgleich zwischen geplanter Geometrie und realem Ist-Zustand ermöglichen.
Das System erlaubt die hochgenaue Überprüfung von Bauteilgeometrien bereits im Werk oder während der Montagephasen. Durch den direkten Import von Konstruktionsplänen können Abweichungen in der Fertigung (Soll-Ist-Vergleich) sofort identifiziert und dokumentiert werden. Dies sichert die Einhaltung engster Toleranzen und vermeidet kostspielige Nacharbeiten bei der Endmontage. Die Einbindung von digitalen Messprotokollen ermöglicht dabei einen lückenlosen Nachweis über die Konformität zwischen geplanter Geometrie und realem Ist-Zustand.
Im Rahmen der Vorfertigung und Qualitätssicherung dient der Leica iCS20 als hochpräzises Instrument zur Maßkontrolle komplexer Baugruppen. Bereits im Werk ermöglicht das System die Überprüfung von Fertigungstoleranzen bei Stahlbaukonstruktionen, Apparaten und Rohrleitungsspools. Durch den direkten Soll-Ist-Abgleich gegen das CAD-Modell werden z.B. Flanschstellungen, Einbaulängen, Stutzenpositionen und Winkligkeiten validiert. Diese vorgezogene Fertigungsabnahme garantiert, dass kritische Komponenten bereits vor der Auslieferung den Planvorgaben entsprechen. Bei der anschließenden Montage dient das System als Bindeglied zwischen digitalem Modell und physischer Umsetzung. Es ermöglicht die präzise Absteckung von Achssystemen, Bohrbildern und Halterungskonstruktionen direkt aus der CAD-Umgebung. Dies sichert eine fehlerfreie Installation schwerer Apparate, Stahlbauelementen und komplexer Rohrleitungssysteme. Das Risiko kostspieliger Nacharbeiten durch Fehlpassungen an den Schnittstellen wird minimiert, da sichergestellt ist, dass die Bauteile bereits beim ersten Hebevorgang exakt auf die vorbereiteten Fundamentpunkte passen.
Datenverarbeitung & Dokumentation
Die Vorbereitung der Messdaten erfolgt durch die Extraktion relevanter Koordinaten aus dem 3D-Modell. Nach Abschluss der Messarbeiten vor Ort werden die Daten in ein digitales Messprotokoll überführt. Dieses Dokument liefert einen lückenlosen Soll-Ist-Vergleich der Maßhaltigkeit und dient als offizieller Qualitätsnachweis für die Abnahme. Die nahtlose Einbindung der Messergebnisse in das digitale Gesamtprojekt gewährleistet eine durchgängige Datenintegrität über alle Projektphasen hinweg.
Technische Spezifikation: Leica BLK360 G2
Systemleistung & Messgenauigkeit
Messprinzip: Laserbasierte Distanz- und Winkelmessung mit automatischer Zielverfolgung
Winkelgenauigkeit: 5" (Bogensekunden)
Distanzgenauigkeit (Laser): +/- 3 mm auf 50 m
Distanzgenauigkeit (Prisma): +/- 2 mm auf 50 m
Arbeitsbereich: 0,5 m bis zu 50 m Radius
Sensorik & Automatisierung
- Selbstnivellierung: Automatischer Ausgleich von Schräglagen und Vibrationen im Arbeitsbereich
- Zielverfolgung: Kontinuierliche Verfolgung des Messreflektors zur schnellen Ein-Mann-Bedienung
- Laserklasse: Klasse 2 (sichtbarer Laserstrahl zur direkten Punktprojektion)
Umgebungsbedingungen & Schnittstellen
- Schutzklasse: IP54 (staub- und strahlwassergeschützt für den industriellen Einsatz)
- Kommunikation: Integriertes WLAN und Bluetooth für Echtzeit-Datenaustausch
- Datenformate: Direkter Import/Export von .DXF, .DWG und .CSV Daten
Haftungsausschlüsse & Einsatzbedingungen
Referenzsystem & Achsen
- Bezugskanten (Systemachsen, Fundamentkanten, Meterrisse) müssen durch den Auftraggeber definiert und örtlich eindeutig gekennzeichnet sein.
- Diese Referenzen müssen zweifelsfrei mit den übergebenen CAD-Plänen korrespondieren.
Datenqualität & Plan-Konformität
- Es obliegt dem Auftraggeber, die CAD-Soll-Maße im Vorfeld mit den tatsächlichen Liefermaßen/Bohrbildern der Apparate-Hersteller abzugleichen.
- Die Kontrolle bezieht sich ausschließlich auf die Geometrie des Prüfstücks. Die Passfähigkeit zu bauseitigen Anschlussmaßen wird nur garantiert, wenn diese zuvor durch uns messtechnisch erfasst und in den Prüfprozess einbezogen wurden.
Einsatzbedingungen vor Ort
- Das Messareal muss besenrein, trocken und frei von Hindernissen sein.
- Es muss eine dauerhaft freie Sichtverbindung zwischen dem Messgerät und den Zielpunkten bestehen.
- Bei starken Vibrationen (Schwerlastverkehr, Rammarbeiten, Maschinen) behält sich der Auftragnehmer eine Messunterbrechung zur Qualitätssicherung vor.
- Stillstand durch nicht geräumte Baufelder oder fehlende Einweisung wird zum vereinbarten Stundensatz berechnet.
- Die Messungen erfolgen bei der jeweiligen Umgebungstemperatur. Eine rechnerische Korrektur auf die Bezugstemperatur von 20°C (gemäß DIN ISO 1) erfolgt nur bei ausdrücklicher schriftlicher Beauftragung. Für temperaturbedingte Maßabweichungen bei der späteren Montage wird keine Haftung übernommen Messungen im Werk gelten für den lastfreien Zustand. Durchbiegungen nach Montage (Eigengewicht) sind physikalisch bedingt und kein Messfehler.
- Die Fertigungskontrolle erfolgt im lastfreien Zustand des Bauteils auf der Lagerfläche. Verformungen durch Eigengewicht oder Lastumlagerungen im späteren Montagezustand sind nicht Gegenstand der messtechnischen Überprüfung.
Sicherheit & Ex-Schutz (Anlagenbau)
- Die Messsysteme sind nicht explosionsgeschützt zertifiziert.
- Der Auftraggeber ist verpflichtet, den Auftragnehmer vor Arbeitsbeginn über das Bestehen solcher Zonen zu informieren.
- Einsätze in Ex-Zonen sind nur mit gültiger Heißarbeitserlaubnis (Hot Work Permit) zulässig. Der AG garantiert eine gasfreie Atmosphäre und stellt ggf. Sicherheitswachen/Gasmessgeräte.
- Die Freigabe erfolgt durch den Sicherheitsbeauftragten des Auftraggebers.
- Das Messpersonal trägt die Standard-PSA (Helm, S3-Sicherheitsschuhe, Warnweste, Gehörschutz). Sollte der Einsatzbereich spezifische PSA erfordern (z. B. antistatische Kleidung nach EN 1149, flammhemmende Kleidung oder Atemschutz), ist diese vom AG rechtzeitig zu benennen oder für die Dauer des Einsatzes bereitzustellen.
Abnahme & Gefahrübergang
- Unmittelbar nach Abschluss erfolgt eine gemeinsame Begehung.
- Mit der Freigabe zur Bohrung/Montage geht die Verantwortung für die Markierungen (Schutz vor Zerstörung/Überbauung) auf den Auftraggeber über. Nachträgliche Änderungen am Achssystem erfordern eine kostenpflichtige Neu-Einmessung.
- Stellt der Auftraggeber bei der gemeinsamen Abnahme Abweichungen außerhalb der Toleranzen fest, sind diese unmittelbar im Abnahmeprotokoll zu vermerken. Spätere Reklamationen an bereits verbauten oder überstrichenen Bauteilen können nicht anerkannt werden.
Technische Toleranzen
- Die vertragliche Genauigkeit bezieht sich auf die Systemtoleranz von ± 3,0 mm. Die reale Präzision vor Ort wird durch die Oberflächenbeschaffenheit (z.B. der Fundamente) beeinflusst.
Haftungsausschluss
- Für die Richtigkeit, Stabilität und Maßhaltigkeit dieser bauseitigen Vorgaben wird keine Haftung übernommen. Folgefehler durch ungenaue Referenzpunkte gehen zu Lasten des Auftraggebers.